IE6 offiziell tot – Alle Probleme gelöst?

Das Windowsteam gibt in seinem Blog bekannt, dass es ab dem nächsten Jahr “Zwangsupdates” für den Internet Explorer unter WinXP, Vista und Win7 gibt. Voraussetzung dafür ist, dass automatische Updates aktiviert sind. Was auf den ersten Blick jedem Webdesigner ein durchaus berechtigtes Lächeln auf das Gesicht zaubern mag, ist aber in Wirklichkeit nur ein längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung.
Der Weg selbst ist aber bei weitem noch nicht asphaltiert.

Vorteile dieser Entscheidung

Diese Änderung kommt vor allem den Heimanwendern zugute, weil sie damit automatisch einen aktuelleren Browser erhalten und ihre Sicherheit im Internet verbessern. Viele Menschen beschäftigen sich aus verständlichen Gründen nicht damit mit welchem Programm sie ihren täglichen Geschäften nachgehen.

Die andere Gruppe sind die Webdesigner, die jahrelang einen Spagat zwischen dem Jahr  2001 und der Gegenwart machen mussten. Die Situation hat sich in den letzten Jahren nur etwas entspannt, weil Agenturen teilweise dazu übergangen sind, horrende Aufpreise für eine IE6 Optimierung zu berechnen. Was auch ein richtiger Schritt war, weil auch wenn Kunden nicht verstehen, warum eine Seite auf ihren uralten Systemen anders aussieht – einen Aufpreis von 50% verstehen sie.

Die Problematik ändert nur den Namen

Meine Freude hält sich unterdessen in Grenzen. Die beiden nachfolgenden Grafiken zeigen auch weshalb.

Der Grad des automatischen Updates ist leider systemspezifisch. Somit entstehen nur bei einer Gruppe keine weiterführenden Probleme – Win7 Benutzer. Dieses Betriebssystem wird vermutlich auch das Einzige sein, dass die nächste Version des IE erhält.

Das wirkliche Problem bleibt aber die Gruppe der WinXP Benutzer, die wie in den Grafiken ersichtlich, nur knapp am zweiten Platz rangiert. Der aktuellste Browser für dieses Betriebssystem wäre dann IE8, der mittlerweile auch schon fast zwei Jahre auf dem Markt ist und bei der aktuellen Entwicklung von HTML5 und CSS3 nicht mehr mitspielen darf. Zwar ist keine der beiden Technologien ein fertig definierter Standard, doch wer es benutzt hat, wird die Vorteile auch zu schätzen wissen.

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